Montag, 2. Oktober 2017

Southern Oregon, here I come!

Nach spannenden ersten Tagen in Oregon wurde es am 13. September Zeit, endlich nach Ashland aufzubrechen: zur Southern Oregon University.
Der Haken an der Sache: Oregon ist groß. Und mit "Southern" ist auch wirklich der Süden des Bundesstaats gemeint, Ashland liegt nur 20 Minuten von Kalifornien entfernt; bis Portland braucht man mit dem Auto 5 STUNDEN und hat sich keinen Meter aus dem Bundesstaat raus bewegt. Das entspricht der Distanz von meinem Heimatort im Erzgebirge bis nach Stuttgart und da durchquert man ein ganzes Land!
Aufgrund der Distanz war es für mich tatsächlich am günstigsten und einfachsten, noch einmal in einen Flieger zu steigen und bis nach Medford zu fliegen, das ist die nächstgrößere Stadt und nicht ganz eine halbe Stunde von Ashland entfernt. Von Corvallis aus sind wir dann erst nach Monmouth gefahren um dort die Leute für die Western Oregon University abzuliefern (Wo ich ursprünglich hin wollte - hach ja, so kann's gehen), anschließend ging es zurück nach Portland. Dort haben wir einige an der Portland State University und in der Stadt abgesetzt, für mich und noch jemanden führte der Weg zum Flughafen. Dort angekommen durfte ich mal wieder aus 3 persönlichen Gegenständen 2 machen (mein Handgepäckskoffer überrascht mich immer wieder mit ungeahnten Kapazitäten), und nachdem ich mit Tetris spielen fertig war konnte ich dann auch endlich meinen großen Koffer und mich selbst einchecken. Besagten Koffer hatte ich übrigens ohne Waage gepackt - die hilfreiche Dame der Airline konnte mir aber den Weg zu einer Kofferwaage weisen. 50lbs (Pfund) sind erlaubt. 50.9lbs zeigte die Waage an. Punktlandung! 😂 Umpacken oder extra zahlen für Übergepäck blieben mir somit erspart, denn solang eine 0 hinter der 5 steht ist alles safe und keiner kann mir was 👌
Waldbrände am Horizont - der
Grauschleier ist Rauch und keine
Wolken
Den Koffer war ich also los, und ich hatte noch ein paar Stunden Zeit am Flughafen totzuschlagen. Einiges davon ist mal wieder für die Security draufgegangen, weil ich circa drölf Millionen Sachen und elektronische Geräte hatte (mindestens - wenn nicht sogar mehr!) und die natürlich alle aus dem Rucksack raus müssen. Laptop einzeln, neuerdings Tablet einzeln, Handy, Powerbank, Kamera blablabla - auspacken, scannen lassen (der legendäre Nacktscanner - zum 3. mal in zwei Wochen!😂 Man gewöhnt sich irgendwann dran), wieder einpacken - ugh. Inlandsflüge sind zum kotzen wenn man auf Transatlantik ausgelegt ist. Vor allem weil die Kontrollen nochmal strenger waren als sonst ("Tun sie bitte den Anhänger ihrer Halskette nach hinten?" - Hä?!)
Nach der Prozedur brauchte ich erstmal was zu essen und Kaffee. Ich muss sagen ich mag dem Flughafen in Portland: sehr geräumig, gutes und vor allem erschwingliches Angebot an unterschiedlichem Essen und funktionierendes Wlan! (Der einzige der bisher 4 Flughäfen an denen ich bei diesem Trip bisher rumsaß - that says it all😑). Nachdem ich meinen Salat und den Cappuccino verzehrt hatte hab ich mich so langsam zum Gate begeben. Das zu finden glich einer Safari, denn ich war im äußersten Winkel des Flughafens, dort wo sozusagen die inländischsten Inlandsflüge überhaupt starten. Alles wurde immer kleiner, dann ging eine Rolltreppe nach unten und als ich am Gate war und dort eine Propellermaschine stand wurde es mir kurz ein wenig anders 😅 Dass ich keinen Airbus erwarten durfte war mir klar bei einem 50 minütigen Flug aber moderne Triebwerke hätte ich mir schon gewünscht 😅 Irgendwie habe ich mich dann doch mit der Situation abgefunden (ging ja nicht anders) und schneller als mir lieb war sind wir in diesen Düngemittelflieger gestapelt worden. Immerhin konnte ich auf dem Weg in die Maschine kontrollieren ob mein Koffer tatsächlich an Bord war, denn eine Gangway gab es nicht und die Treppe ins Flugzeug führte am Laderaum vorbei 😂 Sehr abenteuerlich so weit. Das blieb es auch, ein kleines bisschen mulmig war mir schon als die Propeller gestartet sind - aber wir haben es sicher in die Luft geschafft! :D
Von da aus konnte man dann auch nochmal ganz anders die Ausmaße der Waldbrände erkennen. Faszinierend und gruslig zugleich wenn man von oben diese unfassbar großen Rauchwolken aus den Gebirgszügen aufsteigen sieht. Das sind Dimensionen die ich immer noch nicht begreife.
Die reichlich 45 Minuten Flugzeit waren dann rum wie nichts und die Landung war nach ein wenig Geholpere auch erfolgreich. Puh!
Der Flughafen in Medford ist echt extrem klein, entsprechend musste ich nur durch zwei Türen um in der Eingangshalle zu stehen, wo mich schon Tracey erwartete, die Koordinatorin meiner Uni für Internationale Studenten. Mein Koffer war dann auch direkt schon auf dem Band und schon saßen wir im Auto nach Ashland. Mit ein wenig Smalltalk und Einführung in die Umgebung verging die Zeit ratzfatz.
Damit stand ich dann auch schon vor der Haustür meines Heims für die 7 Monate. Empfangen wurde ich ganz herzlich von Riho, einer japanischen Austauschstudentin die sozusagen mein "Roommate" für die Zeit sein wird. Meine Hostmum Tasha war leider gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe und noch beim Arzt, aber wir haben uns dann später begrüßt. Riho hat mir derweil alle wichtigen Sachen im Haus gezeigt und ich konnte endlich durchatmen und anfangen, so richtig anzukommen. Ich hab hier definitiv alles, was ich brauche: eigenes Zimmer, mehr oder weniger eigenes Bad, Schreibtisch, Zugang zu einer vernünftigen Küche. Lucky me!

Über die ersten Tage in Ashland werde ich im nächsten Post berichten. Und mit Beginn der Orientation Week fange ich dann auch an, wieder in alter Gewohnheit die Tage zu zählen. Wenn es richtig losgeht sozusagen (:

Bis dahin - lasst's krachen und bleibt euch treu! ♡

Samstag, 30. September 2017

Welcome to the West Coast

5. September, 7 Uhr morgens: Ich mache meinen Koffer zu, der endlich wieder "leicht" genug ist um den Airline Standards zu entsprechen und mache mich auf den Weg zum Zug, der mich nach New York bringen soll, von wo aus ich dann in einen Bus steigen werde, der mich an den Flughafen LaGuardia bringen soll, wo ich in einen Flieger steigen werde der bis nach Charlotte/North Carolina geht sodass ich von dort aus weiter nach Portland fliegen kann.

So weit, so gut. Ein kurzer Abriss des Trips: Die Sicherheitskontrollen sind stressig und ich fliege nie wieder mit American Airlines. Ich bin zwar sicher von A nach C gekommen aber ich hatte auch schon angenehmere Flüge mit höflicheren Crews.
Anyway. Irgendwann um 23Uhr des Nachts (immer noch am 5. September - geil wenn der Tag dank Zeitverschiebung 27h hat😅) bin ich dann endlich in Portland gelandet - und saß erstmal fest. Glücklicherweise gab es am Flughafen kostenloses Wlan sodass ich mir die Zeit bis zur ersten Bahn richtung Stadt frühmorgens gut vertreiben konnte. An Schlaf war nur begrenzt zu denken, aber insgesamt hätte es können noch schlimmer sein.
Wolken? Schön wärs...
Fun Fact: der Pilot sagt beim Landeanflug "Klarer Himmel draußen und ca. 28°" - aber was man sieht ist nichts außer Wolken. Nur dass es keine Wolken sind, sondern Rauch von Waldbränden 🙈 Ziemlich heftig was in Oregon da gerade abgeht und extrem verwirrend, weil die Augen sagen "Es ist bewölkt, die Sonne kommt nicht durch" der Kopf aber weiß "Das ist alles Rauch, die Sonne kommt nicht durch". Total strange.
Anyway nunmehr am 6. September bin ich schließlich frühs zeitig in die Bahn gestiegen, nach Portland in die Stadt gefahren und hab mir erstmal den ersten kleinen Kulturschock abgeholt: Die Obdachlosen an der Westküste sind anders als die an der Ostküste. Es gibt sie überall, aber an der Westküste sind sie irgendwie "präsenter"... Da wird man direkt dankbar dass man selber ein Dach überm Kopf hat. Auf dem Weg von der Bahnstation zum Hostel kam der nächste Kulturschock: Ich sah mit meinem riesigen Koffer und Augenringen bis zum Boden vermutlich selber nicht gerade einladend aus aber mir hat jeder auf dem Weg einen Guten Morgen gewünscht. Das war verwirrend, weil sich z.B. in New York kein Mensch für dich interessiert und auf der Straße gleich recht niemand ohne weiteres freundlich ist. Like What?
Bier für alle!
Im Hostel angekommen habe ich erstmal ordentlich gefrühstückt und die ersten Leute aus meiner "Reisegruppe" getroffen - Etliche andere Studenten aus BaWü sind im gleichen Programm wie ich, kommen aber an andere Unis, und das war sozusagen unsere "Orientation Week". Bis wir offiziell einchecken konnten habe ich mich mit dem Laptop ins Hosteleigene Café gesetzt und diverse Dinge erledigt. Sehr viel mehr habe ich an dem Tag dann auch nicht mehr geschafft, wie gesagt; wenig Schlaf und so. Abends sind wir dann alle gemeinschaftlich noch in einer Brauerei gegangen, die ordentliches Bier serviert hat. Handelsübliches Ami- Bier ist ja eher dickes Wasser, jedoch nicht in Oregon! Hier hat sich in den letzten Jahren eine richtig große Brau-Kultur entwickelt und es gibt unzählige Brauereien die allesamt richtig gutes Bier brauen. Um das auszutesten haben wir die Chance genutzt um in besagtem Brauhaus, 10Barrel Brewing, 10 ausgewählte Biersorten zu probieren. Diese wurden sehr vorteilhaft in kleinen "Probierportionen" je schätzungsweise knapp 200ml als 10er Palette für 10$ angeboten. Geile Meile! Dabei waren sehr klassische Biersorten, aber auch ziemlich experimentelles Zeug wie "Pumpkin Sour" oder "Pina Colada Sour" - das hat ein bisschen geschmeckt wie die Mischgetränke in Deutschland :D Am wenigsten hat mir das Bier mit Räuchernote geschmeckt, die meisten anderen fand ich eigentlich sehr lecker. Fest steht: wir hatten in der Brauerei alle sehr viel Spaß, vor allem als der Kellner zwei weitere Paletten brachte, die wir gar nicht bestellt hatten - die gingen dann aufs Haus 😂
Cannon Beach
Lewis and Clark Statue am Ende des
Oregon Trail in Seaside
Am nächsten Tag war ursprünglich ein Tag in Portland geplant gewesen aber aufgrund der schlechten Luft hat die Gruppe inklusive "Guides" entschlossen, ans Meer zu fahren. Cannon Beach hieß das erste Ziel, Seaside sollte das zweite werden.



Mt. St. Helens im Nebel/Rauch/Wolke
Die eigentlichen Pläne der Woche wurden leider auch am Freitag durch die Waldbrände durchkreuzt: Ursprünglich war Multnomah Falls angesetzt, ein wunderschöner Wasserfall, allerdings war der mehr oder weniger von Feuern eingekesselt sodass daraus nix wurde. Stattdessen sind wir einen Bundesstaat weiter nördlich nach Washington State gefahren, zum Mt. St. Helens um ganz genau zu sein. Falls euch der Name des Berges bekannt vorkommt dürfte das daran liegen, dass es den in den 80er Jahren in die Luft gesprengt hat 😅 Der Mt. St. Helens ist ein nach wie vor aktiver Vulkan, der nach besagtem Ausbruch jedoch keine wirkliche Spitze mehr hat. In den letzten Jahren ist er zwar um einiges gewachsen, aber man merkt immer noch (vor allem an der direkten Umgebung des Berges) dass dieses Desaster "erst" knapp 40 Jahre her ist. Vor allem ich als Geographiestudentin fand das alles mega interessant.


Nachdem wir zurück in Portland waren wurde umgepackt für die Weiterreise, bevor es am nächsten Tag dann aber richtung Süden ging habe ich erst noch ein weltklasse Eis bei Salt&Straw gegessen. Das war sozusagen mein Abendbrot, hat sich aber gelohnt :D Denn das ist da auch kein normales Eis, sondern es gibt Geschmacksrichtungen wie "Olivenöl" oder "Knochenmark mit Bacon" oder so. Olivenöl habe ich probiert, war erstaunlich lecker! Für meine endgültige Auswahl bin ich dann jedoch bei süßem geblieben: Rose City Centennial und Almond Brittle with Salted Ganache in einer frisch gebackenen Eiswaffel. Halleluja. Das war mal geiles Eis.

Bianca und ich hatten Spaß im
Souvenirshop :D
Am nächsten Morgen war nach dem Frühstück dann Abfahrt richtung Corvallis angesagt, Home of the "Beavers", dem Sportteam der Oregon State University. An jenem Tag war auch noch ein Collegefootball Heimspiel und bei unserer Ankunft waren schon etliche Fans da die es sich zum "Tailgating" gemütlich gemacht haben. Sprich: die Ladefläche des Pickup Trucks vollgeladen mit Grill, Zelt und Campingstühlen und Kühlbox, zum Stadion fahren und dann dort auf dem Parkplatz eine Pre- Game- BBQ- Party veranstalten.
Clam Chowder in a Bread Bowl - pretty darn good
Wir haben uns jedoch nicht länger dort aufgehalten und sind weiter nach Newport gefahren. In der kleinen Fischerstadt gab es Mittagessen bei Mo's Seafood, ich habe mir Clam Chowder bestellt. Es war zwar nicht so gut wie in Neuengland aber trotzdem lecker. Im Anschluss hatten wir etwas Zeit zum bummeln gehen und haben die frische Meeresluft genossen, den Seelöwen beim chillen zugeschaut und den einen oder anderen Souvenirshop unsicher gemacht.
South Beach - verregnet aber trotzdem schön!
Dann ging es weiter zum Zeltplatz nach South Beach, der (wie der Name vermuten lässt) sehr nah am Strand war. Nachdem die Zelte aufgebaut waren sind wir dann über Stock und Stein genau dort hin spaziert, inzwischen war das Wetter leider ziemlich bescheiden: nass und verregnet. Dennoch hat der stürmische Pazifik seine ganz eigene Magie. Nach dem Ausflug zum Strand haben einige von der Gruppe sich ein warmes Plätzchen in einer Brauerei gesucht, ich habe mich für ein Nickerchen entschieden was allerdings ein bisschen ausgeartet ist und ich ungelogen bis zum nächsten Morgen um 7 durchgeschlafen hab 😅 Aber gut, passiert.

Trockengelegte Meerestiere - echt interessant!
Das Wetter hatte sich über Nacht zum Glück gebessert. Nach einem reichlichen Frühstück sind wir zu den Yaquina Tide Pools gefahren, wo man bei Ebbe jede Menge trocken gelegte Unterwasserwelt beobachten kann. Das war ziemlich cool, denn von Robben über Muscheln und Anemonen bis hin zum Seestern und Krebsen konnte man sich da alles ganz genau anschauen. Der Leuchtturm war leider noch stark vernebelt. Der nächste Stopp lag beim Marine Science Center, eine Mischung aus Aquarium und Forschungsanstalt, wo wir eine ausgiebige Führung bekommen haben. Das Center war richtig  cool und mega intereassant aufgebaut. Hätte dort locker noch mehr Zeit verbringen können. Zum Mittagessen sind wir nochmal zurück zum Zeltplatz, haben selbige abgebrochen und sind im Anschluss nochmal zum morgens vernebelten Leuchtturm gefahren, weil inzwischen strahlender Sonnenschein herrschte. Dort haben wir jede Menge hübscher Bilder gemacht und konnten sogar Wale beobachten!!! Das war echt richtig cool.

Danach ging es zurück nach Corvallis, wo wir für die paar Tage im Studentenwohnheim neben dem Stadion untergebracht waren. Sprich: Man hat die Marchingband beim üben gehört 😂 und ich bin umso froher, dass ich in Ashland dann mein eigenes Zimmer habe - denn auf so kleinem Raum zu zweit oder zu dritt zu wohnen... puh, ich wäre irgendwann mächtig genervt. Ich fand es ja alleine schon nicht sonderlich groß. Anyway, zum Abendessen sind wir als Gruppe in eine örtliche Brauerei gegangen, wo ich zwar kein Bier getrunken aber ein ganz vorzügliches Pulled Pork Sandwich gegessen habe (Grüße gehen raus an Kristian!)



Die Stärkung war für den nächsten Tag auch dringend nötig, denn da stand eine Wanderung bei den Silver Falls an. Wir haben in etlichen Stunden den Ten Falls Trail bezwungen, der trotz relativ wenig Wasser in den Fällen sehr schön war.

Den Abend haben wir eher entspannt verbracht, denn auch für den nächsten Tag war wieder etwas spannendes geplant: White Water Rafting! In aller Frühe sind wir aufgebrochen, haben am Fluss noch einmal eine kleine Einführung in die Basics des Rafting bekommen und dann ging es auch schon los. An dieser Stelle hat man leider auch die Waldbrände wieder mehr mitbekommen, denn es hat ziemlich rauchig gerochen - dem Spaß an der Sache hat das aber keinen Abbruch getan. Es hat echt richtig viel Spaß gemacht, war aber auch mitunter gut anstrengend.
Die Crew vorm White Water Rafting


Nach diesem sehr Outdoor geprägten Tag waren wir Abends als Gruppe noch verdienterweise Pizza essen und es war cool nochmal beisammen zu sitzen.
Damit war die erste Woche Orientation auch schon vorbei und die Wege trennten sich so langsam. Einige blieben in Corvallis an der Oregon State University, andere sind weiter nach Eugene an die University of Oregon gegangen, einige an die Western Oregon University, einige zurück nach Portland an die Portland State Univeristy, zwei verschlägt es in den Osten des Bundesstaates an die Eastern Oregon University und für ich ging es alleine in den Süden: Ashland und Southern Oregon University, here I come!

Letzter Abend gemeinsam!
Die Reise dahin geht im nächsten Blogpost weiter. Bis dahin; lassts krachen und bleibt euch alle treu. ♡



Donnerstag, 7. September 2017

New York is always a good idea - Pt. 2

Samstag New York, Sonntag New York - New York is always a good idea! Und ja: das gilt auch bei strömendem Regen.

Deshalb ging es am Sonntag morgen, sprich dem 3. vollen Tag in den Staaten, trotz Regen wieder rein in die City. Naja, eher vormittag, sodass ich gegen 11.30 an der Grand Central war. Von dem Platz krieg ich einfach nicht genug, ich kann mir nicht helfen.

Dank viel kostenlosem Wifi an vielen öffentlichen Plätzen konnte ich sogar noch Teile des letzten Football Spiels der Stuttgart Scorpions für die Saison (also, die deutsche Saison) anschauen, das netterweise auf Facebook gestreamt wurde. Es schürt die Vorfreude auf American Football, denn hier geht die Saison gerade erst los :D
Anyway, nachdem die Scorpions gewonnen hatten konnte ich mich auch guten Mutes auf dem Weg zur Hillsong Church machen. Sunday is Churchday.
Da die Ubahn ein bisschen umständlich gewesen wäre bin ich kurzerhand einmal Crosstown gelaufen. Vor Ort habe ich nicht schlecht gestaunt, als vor mir nicht nur eine ziemlich lange Schlange von Menschen, sondern auch einige sehr ernst dreinblickende Security Menschen standen, die sowohl meine Tasche als auch meine Kamera als auch meinen Körper recht gründlich durchleuchtet haben. Das ist mir vor  einem Gottesdienst auch noch nie so extrem passiert 😅 Es stellte sich aber heraus (wie ich schon vermutet hatte) dass das nicht an Hillsong, sondern an der Location lag - das ist normal eine gewöhnliche Konzerthalle und da mietet man die Securitys halt mit.
Wenn man dann einmal drin war war alles sehr herzlich, aber irgendwie auch ein bisschen kommerzialisiert; was allerdings vermutlich zu einem nicht unbedeutenden Teil der immensen Größe der Gemeinde zuzuschreiben ist. Ursprünglich kommt die aus Australien, ist aber inzwischen weltweit vertreten und in den letzten Jahren ziemlich gehyped worden. Ich dachte trotzdem, dass man sich das ja mal anschauen kann. In der Halle war es dann ziemlich voll und beengt, aber Worship und die Predigt waren gut, der Pastor hatte es tatsächlich ziemlich drauf. Sehr amüsant fand ich das Abendmahl im Miniformat, wo in einem reichlich fingerhutgroßen Plastikbecher (vergleichbar mit diesen mini Kaffeesahnebechern to go) sowohl Oblate als auch Traubensaft mundgerecht verpackt herumgereicht wurden 😂 aber hey, gewusst wie sag ich da nur.
Nach dem Gottesdienst bin ich dann gar nicht viel länger geblieben, da mir gegen halb drei dann doch schon der Magen knurrte - der Regen hatte auch inzwischen aufgehört, also doppelt abgepasst.
Deshalb ging es auf zum nächsten Stopp: Chelsea Market! Eine mega coole Markthalle/Katakombe, wo man vom Bagel über China- und Mexikofutter bis hin zur deutschen Currywurst wirklich ungefähr alles zu essen kriegt was man sich wünscht. Ich habe mir am Ende eine Lobster Roll gegönnt, denn Lobster Rolls sind nur im Nordosten wirklich gut. Die war nicht so gut wie eine aus Boston aber immer noch mega lecker. Im Anschluss bin ich einfach ein bisschen durch New York spaziert, weil ich schlichtweg nochmal so viel wie möglich von dem Feeling aufsaugen wollte. Und die Gegend um Chelsea und der Lower East Side ist dafür einfach bestens geeignet. Am Ende bin ich dann "Aus Versehen" nochmal beim Flatiron Building gelandet, wo gerade ein Streetfood Market am Laufen war - da habe ich mich allerdings zusammen gerissen, zumal ich auch noch nicht wirklich Hunger hatte. Dort um die Ecke wurden dann noch jede Menge Postkarten gekauft und eine Tasse (manche Dinge müssen einfach sein). Inzwischen war es auch schon wieder ungefähr halb 5 nachmittags und ich wollte nicht so lang in der City bleiben an dem Tag, weil meine Gasteltern abends Gäste hatten und ich vorher noch zurück sein wollte. Deswegen schnell in die Subway gehoppst und zurück nach Midtown gefahren, dort den nächsten Zug nach Connecticut genommen und schon war wieder ein Tag vorbei.
Nur am Rande ein Gedanke, der mir aufgefallen ist: Obwohl vieles in NYC noch genauso ist wie vor etlichen Jahren; genauso hat sich doch auch einiges verändert. Ich war überrascht, wie viele Geschäftsräume in bester Lage auf der 5th und 6th Avenue leer standen. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber es hat mich gewundert. Bröckelt die Fassade vielleicht doch ein bisschen? Don't get me wrong, New York ist eine mega Stadt - aber im persönlichen wie auch im geschäftlichen Bereich gilt ganz eindeutig: Fressen oder gefressen werden. In New York hast du entweder viel Ausdauer, eine Portion Glück und Geschäftssinn und schaffst es, oder die Stadt frisst dich auf. Weniger Obdachlose sind es jedenfalls nicht geworden, und die Subway Station am Times Square hat auch schonmal besser gerochen.
Aber Anyway - das wirklich nur am Rande.

Den Montag habe ich dann zum Karten schreiben und umpacken genutzt, obwohl das Wetter perfekt für einen City Tag gewesen wäre. Trotzdem hat mir auch die entspanntere Zeit im Haus nochmal gut getan, bevor es Dienstag vormittag weiter ging - West Coast, here I come!

Darüber wird dann im nächsten Post ausführlicher berichtet. Ich muss mir ja Geschichten zum erzählen aufheben (;

In diesem Sinne: Lasst's krachen und bleibt euch wie immer treu!






Mittwoch, 6. September 2017

New York is always a good idea

Um den vorherigen Post nicht zu lang zu machen kommt hier sozusagen der 2. Teil davon, der auch sehr viel mehr Bilder beinhalten wird :D

Aber von Anfang an.
Vor einiger Zeit hatte ich das "New York Gefühl" angesprochen. Das hat sich dann auch tatsächlich eingestellt, sobald der erst Blick auf die Skyline gefallen ist. Der alte Zauber. Da war er wieder. Aus dem Flughafenshuttle auszusteigen und die Füße wieder auf New Yorker Boden (überhaupt auf festen Boden) zu setzen war auf eine merkwürdige Art und Weise befreiend. Sorry für die erneute Gefühlsduselei, aber New York ist die Worte wert.
Wieder in die Grand Central Station reinzukommen und in dieser großen, gold schimmernden Halle zu stehen war ein unbeschreibliches Gefühl. Außerdem gibt es dort WLAN, was unter anderem der Grund dafür war dass ich dann einfach nur für eine Weile dort stand und die Atmosphäre aufgesogen habe.
Als nächstes ging es mit dem Zug weiter nach Connecticut zu meiner Gastfamilie - wie das lief lest ihr im vorherigen Post (:

Nach einem "freien" Tag den ich mit der Gastfamilie verbracht habe ging es am Samstag morgen ab in die City. Nach einem schnellen Bagel Frühstück ging es los ins Getummel der Stadt. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, einer der New Yorker Instagram Berühmtheiten einen Besuch abzustatten: Black Tap Burgers & Beer. Denn auch wenn der Name zutrifft und es sowohl Burger als auch Bier gibt, der eigentliche Grund warum ich dort hin wollte, waren die Milchshakes. Auf dem Weg dahin ist sogar eine Subway Fahrt for free rausgesprungen weil die grüne Linie heillos überlastet war und an den Ticketautomaten nichts vorwärts ging - da haben sie einfach die Notausgänge aufgemacht :D Good enough for me, und ab ging es nach Soho zu Black Tap. Denn Alter. Diese Milchshakes.
Nicht nur sind sie unfassbar groß und reichhaltig, sondern auch einfach nur krasser als jeder Milchshake den ihr je zuvor gesehen habt. Gibt es auch in den verschiedensten Geschmacksrichtungen: Ich habe mich recht unspektakulär für den Cookie Milkshake entschieden aber es gibt auch Oreo, Birthday Cake, Peanut Butter und noch einiges mehr. Kein Witz, checkt deren Instagram Profil aus. Ihr werdet hungrig und neidisch werden :D
Das sollte jedenfalls mein Mittagessen werden, und ich hatte mich eigentlich schon fast auf mindestens eine Stunde anstehen eingestellt (nachdem man im Internet Dinge von 5h Wartezeit gelesen hat) aber vor Ort war dann vergleichsweise echt nicht viel los. Nach nichtmal einer halben Stunde hatte ich einen Platz an der Bar in dieser gemütlichen Kneipe. Alleine wegen dem Flair lohnt es sich, dort hin zu gehen.
Anyway, auch wenn ich mir die Entscheidung zwecks des Shakes nicht leicht gemacht habe, am Ende ist es auf Chocolate Chip Cookie hinausgelaufen. Und eine Portion Fritten. Süß-salzig Balance und so.
Einen Burger hätte ich beim besten Willen nicht geschafft, aber die sahen bei meinen Barnachbarn sehr gut aus - und die Fritten waren vermutlich die besten, die ich jemals gegessen habe! Richtig knusprig und einfach nur perfekt - aber eigentlich geht es ja um den Milchshake. Das Bild sagt glaub ich mehr als 1000 Worte :D Ich habe ihn auch (und wenn nur aus Geiz) samt und sonders verspeist, in jedem Fall haben sich die 15$ und jede einzelne der drölf Millionen Kalorien in dem Ding gelohnt.
Danach bin ich weiter spaziert (die Bewegung musste sein😅) und durch Downtown zum One World Trade Center gelaufen.
Dort nochmal an den Pools eine stille Minute eingelegt (da verschlägt es einem eh die Sprache) und dann rumgefragt um rauszufinden, wo man Tickets für das One World Observatory erwerben kann. Wäre Online zwar ein bisschen günstiger gewesen aber das Wetter und die Zeit haben sich angeboten, war von daher also eher eine spontane Entscheidung. Auch da musste ich maximal eine halbe Stunde anstehen.
Nur so viel: auch das ist sein Geld wert. Auch wenn man mindestens so streng kontrolliert wird wie an einem Flughafen, wie sie das aufgezogen haben ist schon beeindruckend. Erst geht es noch ein ganzes Stück runter in den "Keller" wo ein paar geologische Sachen erklärt werden (Sorry, der Geographie- Student in mir 😂) bevor es dann zu den Aufzügen geht. Die sind jeweils mit Videoshow ausgestattet, wie gefühlt jeder Hochhausaufzug in NYC, und in genau 47 Sekunden befindet man sich im 102. Stockwerk auf fast 1776ft Höhe (entspricht ca. 540m). Da sieht man von der Skyline erstmal garnichts, aber wenn man dann nach einer weiteren Videoshow etwas davon sieht ist es umso atemberaubender. Solltet ihr die Chance haben - fahrt da rauf. Es lohnt sich echt und die Aussicht ist atemberaubend. Als Beweis gibt es hier entsprechende Bilder:


Das krasse daran ist halt die 360° View, weil man sowohl das Empire State Building und ganz Manhattan einsehen kann genauso wie die Brooklyn Bridge und die Statue of Liberty. Eine sehr einprägsame Erfahrung. Wär auch sehr interessant da zu unterschiedlichen Tageszeiten raufzufahren - ich war am frühen Nachmittag, denke aber dass die Zeit um Sonnenuntergang meeeega ist, weil dann ganz Manhattan in rötliches Licht getaucht wird und man von dort oben einfach die beste Sicht überhaupt hat. Ich kann es trotzdem unabhängig von der Tageszeit und selbst vom Wetter uneingeschränkt weiterempfehlen. Das One World Trade Center ist besonders aufgrund der Umstände ein ganz besonderes Stück New York.

Dort oben hab ich jedenfalls ordentlich Zeit rumgebracht und dann, nachdem ich wieder unten war (die Fahrt im Aufzug natürlich begleitet von weiteren Videoinstallationen) bin ich noch ein bisschen durch Downtown gewandert - unter anderem zum Charging Bull, der unfassbar dicht von Menschen umlagert wurde und man absolut kein vernünftiges Bild machen konnte. Andererseits wird die Statue meiner Meinung nach eh überbewertet 🙈
Das war übrigens auch der Moment wo mir aufgefallen ist, wie unglaublich viele Inder in NYC rumlaufen. Wobei, auf dem One World Observatory ist mir das das erst mal aufgefallen. Das was vor 3 Jahren gefühlt die Deutschen Touristen waren, sind jetzt die Inder/Pakistani o.ä. gewesen. Sie waren einfach überall 😅 Sorry für den kurzen Rassismus Lashout, aber es waren echt extrem viele Inder 😅

Anyway, ich bin dann über die Seitenstraßen (wo man das echtere New York erlebt das nicht von Touristen bevölkert wird) zur nächsten Subway Station gewandert und habe mich dann aufgrund der inzwischen fortgeschrittenen Uhrzeit wieder auf den Weg zur Grand Central Station gemacht.

Von da aus ging es zurück nach CT, wo ich sozusagen meine Home Base für die Tage hatte. Und ich wollte fit sein für den nächsten Tag; denn auch da stand die City auf dem Plan!

Dazu gibt es aber im nächsten Post mehr, natürlich wieder mit jeder Menge Bildern.

Bis dahin; lasst's krachen und bleibt euch wie immer treu ♡

Dienstag, 5. September 2017

Back in the States!!

And man - it's so good to be back!

Aber von Anfang an.
Der Flug von Berlin nach NYC verlief vergleichsweise stressfrei, und das Essen war echt gut! Da hat mich Delta Airlines wirklich ein bisschen überrascht. Auch das Entertainment Programm war ausgezeichnet und so hab ich mir auf dem 8 1/2 stündigen Flug drei Filme reingezogen (Das waren LaLaLand, Hidden Figures und Rogue One (denn auch Star Wars ist immer eine gute Idee)). Das hat mich auch beinahe vergessen lassen, was ich eigentlich gerade mache: alleine in einem Flieger auf dem Weg in eine der krassesten Städte der Welt um mal wieder für etliche Monate am Stück am anderen Ende der Welt ein neues Kapitel aufzuschlagen. Es gab Momente wo dieser Gedankengang durchgekrochen kam und diese Momente waren emotional recht anstrengend aber ich konnte ja auch nicht mehr umkehren - das war das gute daran 😅 An Schlaf war dementsprechend weitestgehend nicht zu denken, aber wie gesagt hat mich das Entertainment Programm gut über die Runden gebracht.

Zeitiger als geplant sind wir dann sicher in New York gelandet, ich hab es in Rekordzeit durch die Immigration geschafft, hatte in null komma nichts meinen Koffer wohlbehalten wieder (der laut Flughafenwaage nur 0,2kg Übergewicht hatte - Puh!😂) und stand dann schon am Shuttle, den ich wohlweislich vorher gebucht hatte. Öffentliche Verkehrsmittel wären zwar möglich aber mit zwei Koffern, einem Rucksack und einem Beutel unfassbar umständlich gewesen. Das Shuttle ist dann auch recht pünktlich abgefahren und viel zeitiger als erwartet stand ich inmitten von Manhattan.

So. Ein. Gutes. Gefühl. Es ist komisch, auch wenn ich in dem Moment der touristischste Tourist aller Zeiten war (mit meiner Menge an Gepäck) aber die New Yorker Luft (die nicht besser ist als die Stuttgarter 😂😅) hat sich echt gut angefühlt. Es war tatsächlich ein bisschen (sehr) wie Zuhause. Als nächstes hieß es, den Zug nach Connecticut zu kriegen: Ab zur Hostfamily!

Zwei Jahre nachdem ich ausgeflogen bin ging es zurück. Im Zug waren die Gefühle zwar gemischt aber die Vorfreude hat definitiv überwogen. An der Station angekommen waren sie dann auch alle da: M., die inzwischen fast 13 ist, G., der an genau jenem Tag 11 geworden ist, J., meine Hostmum und Dad M. Und das neue Au Pair Nina aus Schweden (: Es gab viele Umarmungen und es war direkt ein bisschen, als wäre ich nie weg gewesen.
Und das obwohl sich in zwei Jahren doch einiges verändert hat: M.(13) ist inzwischen größer als ich und benutzt Make Up (😳) und G.(11) ist einiges ernsthafter geworden und natürlich gewachsen seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Es gibt jetzt einen Hund (mit dem ich gut klarkomme). Beide Autos sind ausgetauscht worden und sie haben ein Haus gekauft - das noch tiefer im Wald liegt als das vorherige 😂
Trotzdem - ich habe mich direkt wieder willkommen geheißen gefühlt und es war SO schön, wieder da zu sein. Ein kleiner Teil von mir ist tatsächlich in Connecticut geblieben als ich 2015 in den Reisemonat gedüst bin.

In den nächsten Tagen waren wir dann in meiner geliebten Danbury Mall (wo ich nichts gekauft habe - kein Platz im Koffer 😅 (und kein Geld🙈😂)) und Abends bei Freunden der Familie, oder hatten selbst Leute zu Gast. Samstag und Sonntag war ich jeweils den ganzen Tag in NYC, dazu gibt es einen extra Post.
Jedenfalls hatte ich eine super Zeit. Es war eine gute Entscheidung, auf einen Besuch vorbeizukommen bevor es weiter nach Oregon geht. Ich glaube, mir hat es einfach geholfen mich schneller wieder in die Funktionsweise der USA einzufinden, denn hier laufen die Dinge schon ein bisschen anders als in Europa.
Und: Ich bin (auch in den Augen meiner Gasteltern) endlich eine richtige Erwachsene, die mit am Erwachsenentisch sitzt, mit den Erwachsenen diskutiert und wie eine Erwachsene Wein trinkt 😂 Ich habe mich auch vor drei Jahren immer ernst genommen gefühlt, aber trotzdem merke ich die drei Jahre Unterschied; ich bin eben doch nochmal ein ganzes Stück erwachsener geworden, ob ich nun will oder nicht.

Aber however. Auch mit Nina verstehe ich mich super und ich hoffe wir bleiben sporadisch in Kontakt. Ich glaube, sie wird hier eine super Zeit haben und, genauso wie ich damals, an sich wachsen.

Für mich waren die Tage in Connecticut richtig schön. Wie nach hause kommen eben, obwohl es ja nicht einmal das gleiche Haus war. Manche Dinge ändern sich, andere eben nicht - und das ist irgendwie auch schön.

Der nächste Post wird weniger Text, mehr Bilder, versprochen. Nur, wer es bis hierhin geschafft hat und vielleicht mein Au Pair Jahr schon verfolgt hat weiß, dass ich gerne und viel schreiben kann und überhaupt gern teile was so los ist. Danke fürs Mitlesen an der Stelle, schön dass ihr dabei seid (:

Bis zum nächsten Mal, lasst's wie immer krachen - und bleibt euch treu ♡

Mittwoch, 30. August 2017

T- 14 Stunden: Morgen geht's los

Auf die Frage einer älteren Dame aus meinem Heimatort (die ich entsprechend circa nie sehe), was ich denn zurzeit so mache habe ich heute geantwortet "Ich studiere und fliege morgen für ein halbes Jahr in die Staaten". Meine Friseurin und mein Zahnarzt haben mich mit "Viel Erfolg und bis nächstes Jahr!" verabschiedet.
Wait a minute. WHAT?!
When did that happen?!

Jap - es ist tatsächlich morgen, am 31. August. Summer is almost over!

Sogar mein Koffer, oder dessen Inhalt, nimmt langsam Gestalt an. Zumindest so phasenweise, dann sitze ich wieder davor und denke nur "Wooooooo soll ich den ganzen scheiß bitte unterbringen?!😩"
Aber gut, Platzprobleme löst man am Besten, indem man weniger einpackt. Nach dem ersten und zweiten Mal aussortieren habe ich deshalb gestern ein drittes Mal aussortiert was ich brauche (oder halt nicht) und ich schätze immer noch dass das unter Umständen nicht das letzte Mal gewesen ist. Aber es wird langsam - reinpassen wird schon alles was ich brauche irgendwie, ich befürchte das größere Problem wird am Ende das Gewicht meines Koffers 😅

So viel zur Gepäck- Situation. (Die hat sich hoffentlich entspannt wenn das hier online ist 😅)
Nun zum Rest.

Shit is getting real, Leute. Am Sonntag war ein letztes größeres Familientreffen zum "offiziellen" Abschied, das war wie jede Familienparty bei uns eigentlich ganz entspannt und einfach nur schön, nochmal so viele wie möglich auf einem Haufen zu sehen. Montag Abend habe ich mich nochmal mit einem Kumpel zusammengesetzt und einfach über Gott und die Welt geredet. Das war auch nochmal schön, vor allem weil man sich ja eh schon nicht so oft sieht; ist schließlich schwierig wenn ich eh schon am anderen Ende Deutschlands wohne 😅

Heute hab ich mein Patenkind verabschiedet und noch alles abgeklappert was halt einfach einmal im Jahr mindestens muss: Zahnarzt und Friseur zum Beispiel. Auch sonst ging es darum einfach nochmal so viel Heimat wie möglich aufzusaugen (Heu wenden und Döner essen inklusive)
- morgen (😳) um die Zeit bin ich schon in New York City.

New York City? Gehst du nicht zum Studieren nach Oregon?!

Das ist richtig, aber HALLOOOO, New York City?! Wenn ich eh rüber in die Staaten flieg kann ich auch ein bisschen eher gehen und meiner Gastfamilie nochmal einen Besuch abstatten (: Genau das werde ich nämlich tun, und ich freu mich ziemlich drauf. Sowohl auf meine Gastfamilie als auch auf New York. Diese Stadt. Wie sehr sie mich doch verzaubert hat. Ich freue mich auf das NYC- Gefühl, das immer kommt sobald man einen Fuß in den Großstadtjungle setzt. Ich kann das schwer erklären, und (das klingt jetzt mega bescheuert) man muss es einfach selbst mal erleben. Auch wenn ich ja normal das geborene Landei bin, aber New York City hat's mir angetan. Deswegen bin ich erst noch eine Woche in Connecticut/NYC bevor es am 5. September weiter nach Portland, Oregon geht.
Dort ist dann auch erstmal eine Woche "Orientation" wo die anderen Studis aus Baden- Württemberg auch dabei sind und wir einfach schon mal ein bisschen was von Oregon sehen. Ich bin mächtig gespannt. Auf alles :D

Mein Flieger geht morgen (😳) um 12.55 Uhr ab Berlin. Denkt mal mit an mich (:
Ich melde ich mich wieder wenn ich bei den Amis bin.

Bis dahin - lassts krachen und bleibt euch treu. ✌

(Nachtrag: Nachdem ich mit Cindy sage und schreibe drei Stunden an meinem Koffer gestapelt, gewerkelt und sortiert habe hab ich ihn tatsächlich voll, zu und auf nur 0,4kg Übergewicht gebracht. Dass diese drei Stunden hauptsächlich dazu gedient haben den Abschied hinaus zu schieben, darüber reden wir hier mal nicht. Der Koffer ist zu und gewichtstechnisch fast innerhalb der Richtlinien. Good enough 😅)

Dienstag, 22. August 2017

Neues Visum, neues Glück

Erinnert ihr euch noch an den Passierschein A38? Den gibt's einmal bei Asterix und Obelix und das andere Mal war bei mir vor drei (o.O) Jahren, als ich für das Au Pair Jahr mein Visum beantragt habe.
Wieder mehr als drei Monate am Stück in den Staaten zu sein und dort zu studieren bedeutet auch, dass ein neues Visum her muss - Passierschein A38 Klappe die 2. Es war der gleiche Typ Visum um den es in diesem Fall ging, das gute alte J1. Ich wusste also, worauf ich mich einstellen musste.

Mit den Unterlagen, die dann von der Uni kamen hab ich dann die erste Gebühr bezahlt die man braucht um irgendwas zu tun und war wieder 180$ ärmer💸. Passiert. Als nächstes habe ich mich schließlich an die Beantragung des guten Stücks gemacht. Und aufs neue war ich überrascht, was für Fragen einem gestellt werden :D Nein, ich bin nicht im horizontalen Gewerbe und habe auch nicht vor dort einzusteigen. Nein, ich weiß nicht wie man eine Bombe baut, will es NICHT lernen und auch niemanden dabei unterstützen es zu tun. Nein, ich habe noch keiner Frau ihr Kind gegen ihren Willen weggenommen. Geldwäsche? Nicht dass ich wüsste. Am plausibelsten ist ja noch die Frage ob man je drogenabhängig war aber selbst das kann ich getrost verneinen, vorausgesetzt Koffein zählt nicht.
Ich frage mich nur, wer bei all diesen Sachen (die ich nicht detailreicher ausführen werde) jemals mit Ja antworten würde. Nun gut, ich weiß es nicht und muss mir keine Gedanken mehr darüber machen.
Der Antrag war dann relativ zügig durch, und ich konnte theoretisch einen Termin mit der Botschaft meiner Wahl ausmachen. Aus logistischen Gründen hatte ich mich diesmal für Frankfurt entschieden. Aber Moment - ich sagte theoretisch. Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich bei dem Anbieter der Termine ja schon ein Profil von 2014 hatte und umständlich mein Passwort ändern durfte habe ich festgestellt, dass der Reisepass der auf der Seite vermerkt war nicht mehr der aktuelle ist - Pässe laufen auch aus. Ok, änderste schnell die Nummer und weiter gehts - denkste. Antragsformular ausfüllen, per Email in die Staaten schicken, warten bis der Support auf einen zurück kommt. "Innerhalb von 48h" wird da schnell mal zu vier Tagen. Aber auch das hat irgendwann geklappt und ich konnte mir einen Termin raussuchen. Der 14. Juli wurde als passend auserkoren, die zweite Gebühr bezahlt (Adieu weitere 160$💸) und schon hatte ich für jenen Tag um 10.30 Uhr ein Date mit den Botschaftsbeamten.

An besagtem Tag ging es dann (nach einigem Stress am Morgen, was sonst) mit einer Kommilitonin die freundlicherweise gefahren ist ab nach Frankfurt. Der Plan ging auf, wir waren 10 Uhr da, die Schlange war überschaubar, das Wetter war gut.
Ich habe meiner Kommilitonin meinen ganzen unwichtigen Kram in die Hand gedrückt (man darf ja nix mit da rein nehmen: Handys, alles an Technik überhaupt usw. dürfen draußen bleiben) und hab mich, nur mit meinen Dokumenten bewaffnet eingereiht und mich darauf eingestellt, anderthalb Stunden zwischen Beamten hin und her zu laufen und natürlich ganz viel zu warten. Die erste Station war vergleichsweise flott abgearbeitet: Barcode hinten auf den Reisepass, weiter zum Officer. Zeug in Plastiktüte packen, in fünfer Gruppen rein, Plastiktüte, Jacken, alles inklusive des eigenen Körpers durchleuchten lassen, hinter die Linie stellen, warten, Zeug wieder entgegennehmen (und anziehen wo nötig). Nächste Schleuse, nächster Officer, nächste automatische Tür. Sofort hatte ich auf US Modus umgeschaltet, hab den Officer mit einem fröhlichen "Good Morning!!" begrüßt und hab mich tatsächlich gefühlt als wäre ich in den Staaten. Nach der nächsten automatischen Tür war Anstellen am Empfang angesagt; Reisepass vorzeigen, DS2019 vorzeigen (die ziemlich wichtigste Form die man fürs Visum braucht), SEVIS Quittung hinzeigen (die 180$). Alles im Bündel zurückbekommen, am nächsten Schalter anstellen. Zwischendrin kurz wundern warum das alles so schnell geht. Feststellen, dass das Gebäude großräumig, hell und genauso freundlich ist wie die meisten Mitarbeiter - irgendwie bekommt man da fast schon gute Laune.
Am nächsten Schalter angekommen werden die Dokumente erneut gecheckt, dann wird gescannt: Fingerabdrücke links, Fingerabdrücke rechts, beide Daumen nebeneinander. das Bündel mit Reisepass kriegt man zurück und noch eine Broschüre dazu. Die haben sie seit dem letzten Mal überarbeitet :D
Nächster Schalter: das erste mal wirklich etwas länger warten. Ganz im Sinne der Amis wurde die Familie mit hyperaktivem Kind vor alle anderen gezogen und direkt drangenommen. War gut so. Kurzer Smalltalk mit einem jungen Herrn in meinem Alter, der ein Praktikum/Auslandssemester in Florida macht. Nebenbei wundern, dass tatsächlich viele extrem junge Jungs und Mädels unter den Antragsstellern sind. High School Jahr scheint gerade wieder sehr In zu sein :P
Schließlich wurde ich auch hier augerufen und von einer super freundlichen Mitarbeiterin (und endlich auf Englisch) begrüßt, Dokumente werden nochmal gecheckt, ein zweites Mal Fingerabdrücke links. Ich krieg den Reisepass zurück und werde in die gelb markierte Schlange geschickt. Es ist zwar die längste, aber der gesamte Prozess hat bis hier hin vielleicht 20 Minuten gedauert. Noch ein paar Minuten warten, nach vorn an den Schalter gewinkt werden, wo Fragen gestellt werden: Wohin geht's, für wie lange, aus welchem Grund? Southern Oregon University, 7 Monate, zum studieren. Aber du studierst schon hier in Deutschland fertig oder? Ja, war der Plan.

Tippen auf dem Computer, Stille - Ok, ihr Visum ist genehmigt und wird ihnen in drei bis vier Wochen per Post zugeschickt.

So schnell? Ok. Mir solls recht sein :D Mit Reisepass rein und nach einer reichlichen halben Stunde ohne wieder raus. Geht doch! Besser organisiert als damals in Berlin erschien mir das ja schon alles. Wir haben den verbleibenden Tag genutzt und in Frankfurt zur Feier des Visums noch ein bisschen Geld ausgegeben.💸
Ich hatte einen richtig guten Tag. Das ganze ging zackig und reibungslos. Ich hatte mich drauf eingestellt dass ich in drei Wochen mit dem Pass rechnen kann. Ist realistisch.

Am Mittwoch darauf kam die Email: Ihr Pass mit Visum wurde der Post übergeben und ist auf dem Weg zu Ihnen!

Jetzt schon?! Ich dachte ja echt mich können die Amis nicht mehr überraschen, aber damit haben sie es doch geschafft. Am Donnerstag lag er wieder zuhause mit gültigem Visum drin. Verrückt, wie schnell es doch gehen kann.

Damit ist eine weitere große Hürde genommen und im September (naja ok, am 31. August ganz genau) darf ich legal einreisen (höchstwahrscheinlich - man weiß ja nie 😅 ).

Auch die Prüfungen sind inzwischen durch und die letzten Vorbereitungen beginnen so Langsam. In 9 Tagen bin ich wieder in den Staaten. Like WHAAAAT?!
Bittersweet wie immer (siehe letzter Gefühlsduselei Post), aber ich freu mich trotzdem. Und ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis dahin - bleibt euch treu :*


Montag, 21. August 2017

T-10 Tage

10 Tage?! When did that happen?!
Noch 10 Tage. 10 Tage bis ich (mal wieder) quer über den Atlantik und noch weiter fliege.

Und Leute - mir geht die Muffe. HART. Kein scheiß, im Moment dreht mir schier alles durch. Ich schlafe schlecht, ich zittere non stop, bin mega rastlos und weiß nicht wo ich mit mir selber und überhaupt anfangen soll.

Das muss sich nur schnellstmöglich ändern, weil es doch noch die eine oder andere Sache zu tun gibt und ich da langsam mal Gas geben sollte.

Die wichtigsten Dinge sind allerdings schon mal in Sack und Tüten: Visum (einzelner Post folgt), alle dazugehörigen Papiere, Auslandskrankenversicherung und sogar schon ein Zimmer in Oregon! Etliche wichtige Gebühren für die Uni habe ich auch schon beglichen und eigentlich kann es fast schon losgehen.

Trotzdem - der Gedanke dass ich Deutschland in 10 (!!!) Tagen verlasse macht mich zurzeit fertig. Ich bin nicht ansatzweise so entspannt wie vor drei Jahren vorm Au Pair. Klar freue ich mich tierisch auf Oregon, aber es schwingen trotzdem auch Zweifel, Ängste und Sorgen mit. Geht sich Finanziell alles aus? Wird das noch was mit dem Learning Agreement mit der US Uni (die Leute dort triefen sich nicht aus, es regt mich auf)? Klappt alles mit den Flügen? Habe ich alle wichtigen Sachen?
Ich muss echt anfangen mir jeden kleinsten Scheiß aufzuschreiben weil ich sonst in der Flut der Gedanken wirklich alles vergesse. Dass ich für die letzte Zeit vorm Abflug wieder zuhause bei meinen Eltern bin hilft dabei ehrlich gesagt nur bedingt 😅🙈

Viele vorerst "letzte Male": ein letztes Mal Freunde treffen,
ein letztes Mal Uni- Campus... 
Mein Zimmer in Ludwigsburg habe ich vergangenes Wochenende ausgeräumt und den Untermietvertrag unter Dach und Fach gekriegt. Im gleichen Zuge habe ich auch den wichtigsten Leuten im Süden nochmal Besuche abgestattet bzw. Treffen vereinbart und alle gebührend verabschiedet. Dazu gehörten unter anderem das letzte amtliche Bier mit Phil, Frühstück mit Romy, die originale Star Wars Trilogie und ein gemütlicher Bro- Abend mit Sam (Bro, du bist der beste <3) und Frühstück mit Sarah. Im Moment der letzten Umarmung war das alles "halb so schlimm" aber so weit weg wie es mir vorkommt ist der Tag der Abreise eben doch nicht mehr. Er ist tatsächlich schon sehr nah dran.
Wenn es jetzt also darum geht das letzte größere Familientreffen zu organisieren und mir Cindy dann schreibt "Dann muss ich ja wieder ein halbes Jahr ohne dich 😭

" geht mir das schon auch nahe. Viel näher als 2014.

Die Sache mit dem älter werden ist halt, dass man realisiert wo die Heimat ist. 2014 wusste ich das noch nicht in der Tiefe; nach dem Abi hatte ich eh keinen Plan und musste erstmal raus. Da kam das Jahr im Ausland wie gerufen, obwohl mir damals der Abschied schon nicht leicht gefallen ist, so war er doch leichter als der hier werden wird. Denn das Au Pair Jahr hat mich damals wirklich erkennen lassen, wo Heimat ist - im ostdeutschen Urwald, dort wo zu Weihnachten Raacherkerzln, selbstgebackener Stollen und Schwibbögen ganz normal sind, wo die Kühe in der Nachbarschaft muhen und die Gänse (aka Weihnachtsbraten) auf der Wiese gegenüber fröhlich vor sich hin schnattern. Ich wohne auch gerne in Baden-Württemberg und liebe meine Leute dort über alles, aber nichts toppt die Heimat. Drhemm is drhemm. Zuhause ist an vielen Orten. Heimat ist nur einer.

... und noch mehr letzte Treffen plus American Football.
Wenn schon Preparation dann richtig. 
Das weiß ich jetzt. Deshalb wird dieser Abschied um einiges schwerer als so viele Abschiede zuvor. Ich bin ja eigentlich niemand der oft oder gerne weint, aber wenn ich im Moment an die Abschiedsszene am Flughafen denke kommen mir schon die Tränen. Ich bin mir sicher dass ich in Oregon ein Zuhause finden werde, aber drhemm is drhemm, wie schon gesagt.

Nichtsdestotrotz, von ein bisschen vorzeitigem Heimweh werde ich mir garantiert nicht die Zeit in den Staaten verderben lassen. Es wird alles werden, irgendwie halt. Wie, das werde ich sehen wenn es so weit ist.
Bis dahin gette ich meinen Shit together (Denglish on fleek) und sehe zu dass alles wird bis ich ausfliege. Ihr hört von mir.

Bis dahin, lasst's wie immer krachen und bleibt euch vor allem treu.

PS und by the way: Wer Post aus den Staaten erhalten möchte möge mir mal bitte auf irgendeinem Weg seine Adresse zukommen lassen. Ich schreibe leidenschaftlich gern Postkarten und schicke welche an alle die welche haben wollen. Also her mit den Adressen und auf Post freuen!

Sonntag, 4. Juni 2017

Das nächste Kapitel

Es war lange still hier. Einiges hat sich getan. Ich studiere im dritten Semester am anderen Ende Deutschlands, wohne hier, lebe hier, habe hier ein Zuhause gefunden. (Heimat ist und bleibt der ostdeutsche Urwald - drhemm is drhemm.)

Und jetzt? Jetzt geht das nächste Kapitel los. Wie das aussieht? Let me tell you.

Ich studiere an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Europalehramt. Europa-was? Europalehramt. Klingt fancy, ist am Ende aber nicht anderes als bilingual unterrichten. Englisch als Hauptfach 1 (logisch) und Geographie als Hauptfach 2; und Geographie auf Englisch. Eine ziemlich coole Sache, die mir mega viel Spaß macht. Es war die richtige Entscheidung, da bin ich mir sehr sicher.
Wie auch immer. Teil des Studiums ist zugunsten des bilingualen Parts ein verpflichtendes Auslandssemester. Und hier wird das ganze interessant. Denn obwohl es Europalehramt heißt, muss man das nicht in Europa machen; empfohlen wird ein Englischsprachiges Land, genauso gut kann man aber auch nach Norwegen oder Asien oder sogar Afrika gehen.
Nun dachte ich aber, dass ein Englischsprachiges Land am meisten Sinn macht, und habe halb automatisch die Staaten ins Auge gefasst. Als erstes dachte ich an New York, aber das habe ich schnell begraben.
Dann ist mir mit ein bisschen Recherchearbeit das "Oregon Program" vom Land Baden-Württemberg aufgefallen. Schnell stand fest, dass das meine erste Priorität wird. Neben einigen anderen Unis in den Staaten habe ich mich darauf beworben.
via Town Maps USA

Long Story short: Im September geht es zurück in die Staaten. 7 Monate in Ashland, Oregon, an der Southern Oregon University. Ich freue mich drauf! Ich hätte auch wieder ein ganzes Jahr machen können, aber da das ganze finanziell keine einfache Sache ist und ich hier Leute hab auf die ich "aufpassen" muss (Grüße von der Mutti an die Study Buddies :D ) und überhaupt. Ich weiß dass es mir am Ende viel zu kurz vorkommen wird, aber das "Risiko" gehe ich ein. Ich bin mir außerdem auch nicht sicher, ob ich mir länger als 7 Monate mit Mr. T. im Amt zumuten möchte :P
Aber darum soll es nicht gehen. Ich bin dort zum Studieren - und das wird gut.

Ich habe also einen neuen, tatsächlichen Anlass, den Blog "wiederzubeleben" - und euch damit in alter Gewohnheit auf dem Laufenden zu halten (:
Die Vorbereitungen laufen schon, und wann immer etwas wichtiges passiert, erfahrt ihr es hier. Es wird anders werden als das Au Pair, aber mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Ich freu mich drauf.

Wenn ihr Bock habt, lest mit. Wenn nicht, dann nicht.
Wichtig ist: bleibt euch treu.